12von12 im März 2017 - ein glücklicher Frühlingstag

12von12 im März 2017 – ein glücklicher Frühlingstag

Heute war ein schöner Tag, ein voller Tag, ein runder Tag. Und weil es schon so spät ist, schreibe ich diesmal nicht so viel. Dafür sind die Fotos mal so richtig toll. Die habe nämlich größtenteils nicht ich mit meiner mickrigen Handykamera gemacht, sondern der Besuch, der mir heute den Tag versüßt hat. Und ein paar andere Tage auch schon. Und die Nächte. Aber seht selbst:

Wir frühstücken mit den Kindern und dann kommt noch die Älteste von meinem Ex mit ihrem Freund auf einen Kaffee vorbei. In drei Monaten wird sie ihr erstes Kind bekommen (yeah, ich werde Stief-Oma!) und sie nehmen den Kinderschreibtisch mit, den mein Sohn nicht mehr braucht und den Fahrradanhänger, der seit fünf Jahren im Schuppen verstaubt.

Als alles in ihrem Auto verstaut ist, gehen wir in den Garten, um die Weidenhecke runter zu schneiden, die der Werkstatt nebenan das Licht nimmt. Die Sonne scheint und in den Elfenkrokussen tummeln sich die Bienen meiner Nachbarin S.. Der Große hilft mit und die Kleine schnitzt sich einen schönen Stock zurecht.

Eigentlich müsste man aus den Weidenstrünken irgendwas Künstlerisches für den Garten bauen. Hmmm. Erst mal lagern wir sie unter dem Baumhaus. Die vertrockneten Äste kommen auf die Feuerstelle, den Rest transportiere ich mit der Schubkarre zum Gemeinschaftskompost.

Plötzlich steht meine Nachbarin S. vor der Küchenterrasse und pfeift mich raus. Sie war gestern mit meiner Tochter bei ihren Bienenvölkern und da haben sie einen Fuchsschädel gefunden. Wir überlegen, wie man den sauber bekommen könnte und mein Besuch hat eine gute Idee.

Dann gehen wir zu zweit ein bisschen spazieren und er findet ein ansprechendes Motiv.

Und noch eins.

Wir beschließen, einen größeren Spaziergang zum nahe gelegenen Teich zu machen, ziehen uns etwas über und gehen los. Wenn die Bäume keine Blätter tragen, ist die Struktur ihrer Kronen gut zu sehen, das mag ich sehr.

Dieses Foto ist nur 10 Minuten von meinem Haus entfernt entstanden. Warum gehe ich hier eigentlich nicht öfter spazieren?

Seit ich Yonimassagen gebe, sehe ich überall Yonis. Das ist wohl das, was man eine déformation professionelle nennt. Oder einfach ein bewussterer Blick auf die Schönheit der Natur in allen ihren Facetten. Vor zwei Tagen habe ich übrigens den ersten Vortrag meines Lebens gehalten. Über weibliche Sexualität. 🙂

Moos mag ich ja auch sehr. Diese weichen, feuchten Polster…

Hier noch mal aus der Nähe. Dazu müsst ihr euch jetzt den Geruch von einem sonnenbeschienenen Flecken Erde am Waldrand vorstellen, von feuchtem Holz und Erde.

Das sieht aus wie eine Raupe, die auf den Rücken gerollt ist, oder?

Jetzt sind wir wieder da, wo Menschen wohnen. Menschen, die sich Kunst vor das Haus stellen.

Und vor dieser Holzwand blüht doch tatsächlich schon was.

Wieder zu Hause gehen wir ins Badezimmer, er zieht sich Hemd und Pulli aus und ich schneide ihm mit dem Kurzhaarschneider die Haare. Weil die Kinder gerade alle beschäftigt sind, schließe ich für eine Weile die Tür ab und wir knutschen. Dann verabschiedet er sich und fährt zurück nach Hause.

Ich stelle für die Praxis noch ein paar Weidenzweige in eine Bodenvase und räume die Küche auf. Dann klingelt meine Nachbarin S., in der Hand eine Tüte mit abgelegten Klamotten von ihrer Tochter für meine Tochter. Sie grinst und sagt: „Der ist genehmigt“ Wir kringeln uns vor Lachen, meine Tochter schnappt sich die Tüte und probiert kichernd viel zu große Flatterröcke und Bustiers an und ich bin glücklich. So glücklich, wie schon sehr lange nicht mehr. Mein Leben ist schön!

Mehr 12von12 gibt es wie jeden Monat hier.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und eine zauberhafte Vollmondnacht!