12von12 im November 2016 - der Countdown läuft

12von12 im November 2016 – der Countdown läuft

Als ich aufwache und auf mein Handy gucke, sehe ich, dass schon ganz viele zu 12von12 getwittert haben. Sie scheinen alle irgendwas vorzuhaben, irgendwas Wichtiges, Interessantes und ich komme mir ganz unwichtig und uninteressant vor, weil ich um 10 noch im Bett liege und nichts vorhabe. Nach zwei Wochen Herbstferien und zwei Wochen mit kranken Kindern zu Hause (von denen ich auch eine Woche mit Fieber im Bett verbracht habe), scheint mein Leben nur noch aus Taschentüchern, Dampfbädern und Wollsocken zu bestehen.

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Draußen ist es eisig und trübe, das passt. Der Frost ist gekommen, bevor das letzte Laub von den Bäumen fallen konnte.

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In der Dusche hängt der Schneeanzug meiner Tochter zum Trocknen.

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Ich wecke meinen Sohn und mache Frühstück für zwei, die Kleine hat schon nebenan bei ihrem Papa gegessen. Heute in drei Wochen zieht er aus, damit sind wir gerade alle beschäftigt – er, ich, die Kinder.

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Es kommt ein Paket mit dem erste Gegenstand, den ich für meine Praxis angeschafft habe. Die Praxis, die ich mir in den Räumen einrichten will, die er jetzt bewohnt.

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Wir fahren zu dritt in die Stadt, erst zur Post zur Identitätsfeststellung für den neuen Kreditantrag, dann zum Supermarkt. „Ich war lange nicht mehr mit euch beiden einkaufen.“ stellt unsere Tochter fest.

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Sie fragt, warum ich so viele Fotos mache und als sie den Grund erfährt, macht sie auch ganz viele Fotos.

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Zu Hause koche ich mir einen Kaffee und öffne die hübsche Schachtel, den mir ein Freund gestern nachträglich zum Geburtstag geschenkt hat.

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Dann lese ich aus einem meiner absoluten Lieblingsbücher vor.

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So früh war ich noch nie dran mit dem Backen, aber wenn Schnee liegt, muss man backen, findet M.. Vielleicht tut es ihr auch gut, ihre Trauer und Wut über den Auszug ihres Vaters an dem Teig in der Schüssel auszulassen.

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In all den Jahren haben sich eine Menge Ausstechförmchen angesammelt, ein paar stammen sogar noch aus meiner eigenen Kindheit.

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So viel Liebe – das muss doch für alle reichen! Für die ganze große Familie, sogar für das Baby, das die älteste Tochter von meinem Ex erwartet und auf das sich alle so sehr freuen.

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Zu Abend essen wir alle nebenan, an dem alten Küchentisch, den mein Mann und ich gekauft haben, nachdem ich bei ihm eingezogen bin. M. fragt, ob es in Ordnung sei, wenn sie bei ihm übernachtet. Natürlich ist das in Ordnung. Wir tun ja alle unser Bestes, in dieser seltsamen Zeit.