12 von 12 im Oktober 2016 - ein Arbeitstag

12 von 12 im Oktober 2016 – ein Arbeitstag

Es ist wieder der 12. des Monats, Zeit für die große Blogparade. Heute habe ich bei mir zu Hause eine Frauenmassage gegeben, ihr habt also Gelegenheit, ein bisschen in meine Arbeit hineinzuschnuppern. Wenn ihr sehen wollt, was andere an diesem Tag gemacht haben, dann guckt rüber zu Caro, da gibt es mehr 12 von 12.

Mein Wecker klingelt 1o Minuten später also sonst, weil meine kleine Tochter ausschlafen kann. Ihre Klasse macht einen Ausflug zu einem Ziel, das zehn Minuten von unserem Haus entfernt ist und ihre Klassenlehrerin hat erlaubt, dass sie direkt dorthin kommt, ohne zunächst mit Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln zur 1okm entfernt gelegenen Schule zu fahren.

Haha, ausschlafen! Sie steht um sechs auf, noch bevor mein Wecker klingelt und während ich meine kleine Morgenmeditation mache, höre ich sie schon nebenan in ihrem Zimmer herumkruspeln.

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Ich stehe auf, wecke meinen Sohn und mache Frühstück.

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Er ist schnell fertig mit dem Frühstück und schickt mir kurz darauf aus dem Bad die Nachricht, dass er ein Magen-Darm-Problem habe. Das ist ungünstig, weil heute Vormittag eine neue Klientin kommt und meine Tochter auch schon früher als sonst zu Hause sein wird (der Rückweg vom Schulausflug ist genauso kurz wie der Hinweg). Na gut, dann hat sie wenigstens Gesellschaft im Anbau, wo sie warten soll, bis ich fertig bin.

Ich versuche, gut zu frühstücken, da mich die Massagen immer sehr hungrig machen, obwohl ich morgens keinen Appetit habe. Das ist so ähnlich wie bei den Schwangerschaften, da musste ich auch immer mehr essen, als ich Appetit hatte.

Als nächstes schreibt meine erwachsene Tochter, dass sie mittags das Auto brauche, um zu einem Bewerbungsgespräch zu fahren, das sei schon mit ihrem Vater (meinem Ex) abgesprochen. Ich schreibe also meiner Klientin eine SMS, dass ich sie zwar von der Bahn abholen, mittags aber leider nicht wieder zurückfahren könne. Dann kommt eine Nachricht von meinem Ex, in der er als Bedingung für seinen Auszug eine Eidesstattliche Erklärung zu unserem gemeinsamen Wohneigentum fordert.

Meine Kinder wuseln um mich herum, der Große soll noch schnell bei dem Betrieb anrufen, bei dem er ein Praktikum machen will, die Kleine ist aufgedreht und möchte, dass ich ihr vorlese. Es ist acht Uhr, in einer Stunde soll ich meine Klientin abholen, mir schwirrt der Kopf von dem ganzen Hin-und-Her-Geplane und Zeitstress habe ich langsam auch. Ich wimmele also alles andere ab und konzentriere mich auf die Vorbereitungen für meine Massage. Zum Glück habe ich das Badezimmer schon gestern Abend geputzt.

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Ich lege frische Handtücher und einen gebügelten Lunghi raus.

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Dann baue ich den Massageplatz auf

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und stelle alles für das Vorgespräch bereit.

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Dann bitte ich meinen Sohn, in den Anbau zu gehen (in dem noch mein Ex wohnt, der aber Ende des Jahres meine Praxis sein wird) und gehe mit meiner kleinen Tochter aus dem Haus. Ich fahre sie zum Treffpunkt für den Klassenausflug und hole meine Klientin pünktlich um 9 Uhr von der Bahn ab.

Es klingt wie ein Wunder, aber sobald sie einsteigt, bin ich voll und ganz für sie da. Um 13.30 verabschieden wir uns, sie nimmt ein Taxi zum Bahnhof.

Ich sehe nach meinen Kindern, die es sich im Anbau gemütlich gemacht und gegessen haben. Die Kleine ist schon seit anderthalb Stunden wieder vom Ausflug zurück und hat viel zu erzählen. Jetzt habe ich auch endlich Zeit, ihr vorzulesen.

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Danach gibt es die restlichen Zitronenmuffins, die ich gestern für den Besuch ihrer Klassenlehrerin gebacken habe

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und dazu Kaffee und Kakao (ja, der Herd ist nicht geputzt).

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Um 14.30 Uhr geht sie nach draußen zum Spielen und ich räume den Massageplatz auf. Die Laken und Handtücher kommen in die Waschmaschine.

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Auch bei dieser Massage sind ein paar Tränen geflossen.

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Als ich fertig bin, schreibe ich diesen Post und gehe dann noch etwas in den Garten.

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Gleich koche ich Kartoffelsuppe und höre mal in den Mütterkongress rein, der gerade läuft. Diese Online-Kongresse sind eine feine Sache, finde ich, wenn man sich inspirieren lassen möchte, aber nicht ständig herumreisen kann.
Bis bald!
Nora