Hurra!

Ich sitze in meinem Bett, der Regen prasselt an die Fensterscheiben und ich kann nicht schlafen. Wie sollte ich auch? Ich bin glücklich, richtig glücklich! Und beschwipst. Heute Nachmittag habe ich erfahren, dass ich Anfang März mit der Sexocorporel-Ausbildung beginnen darf. Ich habe mich vor vier Monaten beworben, war auf der Warteliste und bin jetzt akzeptiert worden. Ich will nicht schlafen, ich will mich freuen!

Seit Stunden gratulieren mir Freunde und Familie und ich möchte diese tolle Neuigkeit auch mit euch teilen. In zwei Jahren werde ich Sexologin sein, so wie Ann-Marlene Henning, mein grosses Vorbild. Ich denke gerade, dass ich alles richtig gemacht habe – obwohl ich keinen Masterplan hatte. Ein Schritt hat sich an den anderen gereiht und auf wundersame Weise nähere ich mich tatsächlich dem Beruf, von dem ich lange geträumt habe, der mir aber noch vor zwei Jahren in unerreichbarer Ferne zu sein schien.

Es geht also wieder los. Ich organisiere wieder Kinderbetreuung, Bahnverbindungen und Übernachtungsmöglichkeiten, aber dabei trinke ich eine Flasche Sekt und nehme mir Zeit zu spüren, wie es sich anfühlt, das Glück, das ich mir so geduldig erarbeitet habe: Es fühlt sich gut an, neu und aufregend,  es prickelt und summt in meinen Zellen, es glüht und flattert in meinem Herzen. Heute bin ich glücklich und ich feiere mich. Feiert ihr mit mir?

 

 

P.S.: Ein Freund äußerte neulich die Vermutung, dass das Pseudonym „Nora“, unter dem ich dieses Blog schreibe, eine Anspielung auf das Theaterstück „Nora oder Ein Puppenheim“ von Henrik Ibsen sei. Das ist es nicht, denn ich kannte dieses Stück bis dato gar nicht, aber als ich seinem Hinweis nachging, was ich fasziniert davon, wie gut es passt.