12 von 12 im Februar

12 von 12 im Februar


Heute hatte ich mal wieder Lust, einen Post für „12 von 12“ zu schreiben. Hier könnt ihr also sehen und lesen, wie ich den heutigen Freitag verbracht habe:

Nachdem meine kleine Tochter um 7.10 Uhr das Haus verlassen hat, um mit dem Bus in Richtung Schule zu fahren (leider ohne ihren grossen Bruder, der hat schon wieder Bauchweh), mache ich es mir mit dem Frühstückstablett und meinem Laptop im Bett gemütlich.
Die folgenden zwei Stunden verbringe ich damit, über Unterhaltsrecht und Bafög zu recherchieren und darüber mit meiner erwachsenen Tochter zu diskutieren, einen Text auf der Homepage von einem Freund zu redigieren, mit dem ersten Couchsurfer zu kommunizieren, der heute Abend auf meinem Sofa übernachten wird, mit einer Freundin einen Termin für eine Probemassage zu vereinbaren, mit einer anderen Freundin meinen Aufenthalt bei ihr während der Sexocorporel-Ausbildung zu besprechen, ein Zugticket für die Fahrt zu buchen und die Termine für die Seminare und Assistenzen in meinen Kalender einzutragen.
Mein alter Teddy, den die kleine M. gestern Abend so liebevoll zugedeckt hat, macht derweil noch ein Nickerchen.

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Um 9.15 stehe ich endgültig auf und gehe ins Badezimmer.

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Ich gehe zu meinem Sohn, um nach seinen Frühstückswünschen zu fragen und dann mit ihm englische Grammatik zu üben (das Elterngespräch am Vortag hat ergeben, dass das dringend nötig ist), aber er ist noch mal eingeschlafen. Als ich runter gehe, erwartet mich am Essplatz ein malerisches Stilleben mit Katze, Rose, einer verschrumpelten Pomelo und meiner To-Do-Liste.

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Ich fange an, diesen Blogpost zu verfassen und schreibe für meine Ausbildung eine Rezension über ein grossartiges Buch.

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Als ich damit fertig bin, klopfe ich an die Tür der lokalen Antifa-Zelle.

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Der Bewohner ist wach und ordert ein Frühstück. Voilà:

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Ich finde, dieses Bild ist ein hinreichend guter Vorwand, um damit anzugeben, dass ich heute vor einer Woche sage und schreibe DREI zweistündige Vierhand-Massagen gegeben habe. Die Empfänger waren danach alle so glücklich, dass die Inhaberin des Massagestudios mir zum Dank dieses Frühlingskörbchen geschenkt hat:

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Als ich durch den Garten zum Auto gehe, um M. von der Schule abzuholen, scheint die Sonne und es riecht nach Frühling. Das gefällt auch den Quietscheenten.

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Mein Sohn hat sich in der Zwischenzeit vor der englischen Grammatik gedrückt.
Es gibt einen Mittagsimbiss, danach malt M. ein Bild und ich lese ihr aus ihrem neuen Lieblingsbuch vor. Als das freche Äffchen in der Geschichte den Hintern versohlt bekommt, schmeisst sie vor Wut einen Wachsstift hin. Das Buch stammt noch aus meiner eigenen Kindheit und ich habe es damals einfach so hingenommen, dass Kinder und Tiere geschlagen wurden, wenn sie „unartig“ waren. Da hat sich in den letzten vierzig Jahren eine Menge verändert und das ist gut so.

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Endlich hat M.s beste Freundin Zeit und die beiden spielen in den Hügeln vor dem Haus.

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Der Nachmittag schreitet voran. Ich versorge meinen Sohn mit Snacks und Tee und bemühe mich, ihn per Zuruf zu motivieren, mit dem Online-Training in englischer Grammatik fortzufahren. Nachdem das Wort „gleich“ von ihm in inflationärer und sinnentstellender Weise benutzt wurde, setze ich mich zu ihm auf das Sofa. So macht die Sache uns beiden mehr Spass, da sind wir uns einig.

Nebenbei putze und koche ich rote Beete und Kartoffeln und verarbeite eine enorme Menge Äpfel von unserer Wirtschaftsgemeinschaft zu Apfelmus.

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Dank der „Flotten Lotte“ dauert das nicht so lange, wie man denken könnte.

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So, ich veröffentliche den Post heute mal früher, denn nachher kommt ja mein erster Couchsurfer zu Besuch. Es wird Rote Beete, Pellkartoffeln und Joghurtsauce zum Abendessen geben und zum Nachtisch frisches Apfelmus mit selbstgemachtem Vanilleeis, so viel kann ich schon sagen. Ob der Abend unterhaltsam war, wie der Wein geschmeckt hat, den er mitbringen will, wie meine Kinder das Ganze fanden, werde ich morgen in einem Kommentar mit euch teilen.

Ich wünsche euch einen schönen Abend!